Creating Shared Value

Creating Shared Value (CSV) – Ein Modell von Michael Porter
Werteorientierung und Nachhaltigkeit im Unternehmen

Michael E. Porter ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Harvard Business School und gilt als einer der führenden Managementtheoretiker. Darüber hinaus ist Porter Leiter des Institute for Strategy and Competitiveness.

Im Harvard Business Review veröffentlichte Porter in 2011 den Artikel: „Creating Shared Value: Redefining Capitalism and the Role of the Corporation in Society”.
Die Kernthese seiner Theorie rückt die Themen Werteorientierung und Nachhaltigkeit im Rahmen der Unternehmensstrategie in den zentralen Fokus. Er sieht in dem Zusammenspiel zwischen Unternehmen und Gesellschaft ein großes Potential und damit verbunden auch eine gegenseitige Abhängigkeit.

Fakt ist: Um nachhaltige Werte in der Gesellschaft zu generieren bedarf es der Leistung von Unternehmen. Dem gegenüber wäre ein Unternehmen in einer “gescheiterten” und von der Existenz bedrohten Gesellschaft weder erfolgreich noch überlebensfähig. Diese Wechselwirkung lässt sich derzeit beispielhaft im Rahmen der Euro-Krise in Griechenland beobachten.

Aus dieser Abhängigkeit und durch die Übernahme der gesellschaftlichen Verantwortung der Unternehmen sind u.a. enorme Motivations-, Produktivitäts- und Innovationssteigerungen zu erzielen.

Darüber hinaus soll durch den veränderten Blickwinkel im Unternehmen die Akzeptanz des Kapitalismus in der Gesellschaft gesteigert werden. Diese neue Form des Kapitalismus wird notwendig gerade mit Blick auf die Finanz- und die daraus entstandene Vertrauenskrise 2008/2009, sowie die zu erwartenden Veränderungen im Rahmen der demografischen Entwicklung in den kommenden Jahrzenten.

Der Grundgedanke ist bei familiengeführten Unternehmen in Deutschland nicht neu. Die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmer steht hier häufig im Zentrum. Klassische Shareholder Value – Ansätze sind eher selten zu finden.

Bemerkenswert ist es, dass mit Michael Porter auch einer der führenden Managementtheoretiker diesen Ansatz aufgreift. Der Creating Shared Value Ansatz kann der Anfang einer Entwicklung eines neuen Selbstverständnisses der Unternehmen werden.

Es bleibt allerdings abzuwarten, inwiefern sich dieser Ansatz bei Konzernen und deren Tochterunternehmen etablieren wird.

Letztlich geht es darum soziale Verantwortung nicht aus dem Zwang heraus, sein Image verbessern zu wollen, zu übernehmen, sondern vielmehr den sozialen Faktor als feste Größe zur Steigerung der Unternehmensleistung anzuerkennen und ihn auch in der strategischen Planung zu verankern.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s